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Quartalszahlen

Fresenius hebt Gewinnziel an: Kern-Ergebnis je Aktie +14 %, Helios-EBIT +21 %

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Fresenius steigert den Umsatz im dritten Quartal 2026 auf 5,8 Mrd. Euro (+6 %) und das Kern-Ergebnis um 15 % auf 403 Mio. Euro. Der Konzern erwartet jetzt ein Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie in der oberen Hälfte seiner Spanne. Schwach bleibt das Pharmageschäft von Kabi.

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Foto zu Fresenius SE & Co. KGaA: group of people doing a surgery on a person inside the operating room
Foto: Richard Catabay auf Unsplash

Kurz gesagt

Umsatz: 5,8 Mrd. Euro (+6 %)
Kern-Ergebnis: 403 Mio. Euro (+15 %)

  1. Treiber: Helios steigert das EBIT um 21 % auf 293 Mio. Euro, Kabi um 9 % auf 391 Mio. Euro. Die Wachstumsfelder von Kabi (Biopharma, MedTech, Nutrition) wachsen organisch um 9 %.
  2. Prognose: Das Kern-Ergebnis je Aktie soll währungsbereinigt in der oberen Hälfte der Spanne von 10 bis 15 % wachsen. Die EBIT-Marge soll über 11,5 % liegen.
  3. Schwachpunkte: Das Pharmageschäft von Kabi verliert beim EBIT 10 %. Der operative Cashflow fällt um 17 % auf 633 Mio. Euro.

Wachstum und Marge legen zu

Fresenius setzt im dritten Quartal 2026 5,8 Mrd. Euro um (Vorjahr 5,5 Mrd.), das sind 6 Prozent mehr, organisch 5 Prozent. Das EBIT vor Sondereinflüssen steigt auf 638 Mio. Euro nach 574 Mio. Euro, die Marge auf 11,0 Prozent nach 10,5 Prozent. Das Kern-Ergebnis wächst um 15 Prozent auf 403 Mio. Euro, je Aktie sind es 0,72 Euro nach 0,62 Euro. Währungsbereinigt beträgt das Plus jeweils 14 Prozent.

Über neun Monate liegt das Kern-Ergebnis je Aktie bei 2,37 Euro nach 2,09 Euro. Die Verschuldung sinkt: Netto-Finanzverschuldung zu EBITDA liegt bei 2,5 nach 2,7 zum Jahresende. Der Free Cashflow steigt auf 722 Mio. Euro (Vorjahr 434 Mio.), der operative Cashflow fällt dagegen von 758 auf 633 Mio. Euro. Die Kapitalrendite (ROIC) erreicht 7,0 Prozent, laut Unternehmen der höchste Wert des Jahrzehnts.

Helios: Kliniken liefern, ein Sondereffekt läuft aus

Fresenius Helios setzt 3,4 Mrd. Euro um (organisch +5 %), das EBIT steigt um 21 Prozent auf 293 Mio. Euro, die Marge von 7,5 auf 8,6 Prozent. In Deutschland wächst der Umsatz organisch um 5 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro, das EBIT um 25 Prozent auf 202 Mio. Euro. Dazu trägt ein Zuschlag auf Rechnungen gesetzlich Versicherter bei, der Ende Oktober ausgelaufen ist. Er wirkte im Quartal noch positiv. In Spanien steigt der Umsatz organisch um 5 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro, das EBIT auf 92 Mio. Euro.

Für 2027 steigt die Krankenhausvergütung in Deutschland um 4,85 Prozent. Ein Entwurf zur Notfallreform sieht ab 2027 zusätzlich 450 Mio. Euro vor, der Bundesrat soll noch im November entscheiden.

Kabi: Biopharma wächst, klassische Pharma bremst

Fresenius Kabi erlöst 2,3 Mrd. Euro (organisch +6 %), das EBIT steigt um 9 Prozent auf 391 Mio. Euro, die Marge auf 17,0 Prozent. Die Wachstumsfelder legen organisch um 9 Prozent zu, ihr EBIT steigt währungsbereinigt um 27 Prozent auf 251 Mio. Euro:

Das klassische Pharmageschäft wächst dagegen nur um 1 Prozent auf 935 Mio. Euro. Das EBIT fällt währungsbereinigt um 10 Prozent auf 187 Mio. Euro, die Marge von 22,0 auf 20,0 Prozent. Bei Biosimilars baut Fresenius aus: Eine exklusive Entwicklungsvereinbarung mit WuXi Biologics vom 2. November sichert Zugang zu bis zu 37 weiteren Kandidaten, das Portfolio könnte von 29 auf bis zu 66 Moleküle wachsen. Zudem will Fresenius die restlichen 45 Prozent an mAbxience übernehmen.

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius

„Fresenius hat erneut ein starkes Quartal erzielt."

Aus der Pressemitteilung vom 4. November 2026

Ausblick und Einordnung

Für 2026 erwartet Fresenius ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent. Das währungsbereinigte Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie soll in der oberen Hälfte der Spanne von 10 bis 15 Prozent liegen, die EBIT-Marge über 11,5 Prozent (bisher rund 11,5 Prozent). Kabi soll am oberen Ende der Margenspanne von 16,5 bis 17,0 Prozent landen, Helios bei 10,0 bis 10,5 Prozent.

Zwei Punkte sprechen für Vorsicht: Der Helios-Zuschlag in Deutschland fällt weg, und das Pharmageschäft von Kabi ist der schwächste Teil des Konzerns. Dem stehen die wachsenden Biosimilars und eine sinkende Verschuldung gegenüber. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.

Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ist weder Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust.