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Unternehmensmeldung

ArcelorMittal: CO2-Abscheidung im Stahlwerk Gent erreicht über 90 Prozent

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Ein Pilotversuch von ArcelorMittal, Mitsubishi Heavy Industries, BHP und Mitsubishi Development fängt im belgischen Gent über 90 % des CO2 aus Hochofengas ab. Die zweite Phase beginnt.

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Ein Pilotversuch im Stahlwerk von ArcelorMittal im belgischen Gent hat die erste Phase abgeschlossen. Mit dem Verfahren von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) wurden bei den Tests über 90 % des CO2 aus Hochofengas abgeschieden. Das teilen ArcelorMittal, MHI, BHP und Mitsubishi Development (MDP) mit.

Phase 1: Technik funktioniert im Dauerbetrieb

Der Versuch lief mehr als 4.500 Stunden im Pilotmaßstab mit dem Verfahren „Advanced KM CDR Process" von MHI. Hochofengas enthält Staub, schwefelhaltige Verbindungen und andere Verunreinigungen. Die Anlage hat laut Mitteilung unter diesen Bedingungen gearbeitet. Es wurde nur das CO2 abgeschieden, nicht das Kohlenmonoxid im Gas, das im Werk weiter zur Strom- und Wärmeerzeugung dient.

Nach den Auswertungen könnte der Einsatz im großen Maßstab an dem Gas vor der Verbrennung die CO2-Intensität des Standorts um bis zu 24 % senken. Eine Anwendung an mehreren Emissionsquellen im Werk könnte laut Mitteilung die Intensität in Richtung nahe null drücken.

Phase 2: Abgas aus dem Warmwalzwerk

Die zweite Phase testet die Abscheidung an einer weiteren Quelle, dem Wiedererwärmungsofen des Warmbandwalzwerks. Er erhitzt dicke Stahlbrammen vor dem Walzen zu dünnen Blechen und wird mit einem Gemisch aus Prozessgasen und Erdgas betrieben. Das Abgas ist anders zusammengesetzt als beim Hochofen. Die Ergebnisse sollen in die Planung für spätere großtechnische Anlagen einfließen.

ArcelorMittal stellt den Standort bereit, MHI liefert das Verfahren und leitet die technische Auswertung. BHP und MDP, wichtige Rohstofflieferanten des europäischen ArcelorMittal-Geschäfts, finanzieren den Versuch.

Einordnung

Die Meldung beschreibt einen Pilotversuch, keine kommerzielle Anlage. Zu Kosten, Investitionssummen und einem Zeitplan für den Großeinsatz macht sie keine Angaben. Die Reduktion von bis zu 24 % bezieht sich nur auf das Hochofengas des Standorts Gent. Hochofenstahl macht nach BHP etwa 70 % der weltweiten Stahlproduktion aus.

Quelle: Pressemitteilung ArcelorMittal, MHI, BHP, MDP (JCN Newswire), 1. November 2026. Keine Anlageberatung.

Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ist weder Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust.